Warum Unterversicherungsverzicht sinnvoll ist

Gebäudeversicherung mit Unterversicherungsverzicht

Welchen Nutzen bietet der Unterversicherungsverzicht in der Gebäudeversicherung?

Bei der Gebäudeversicherung wird die Versicherungssumme in der Regel mit dem Wert 1914 ermittelt. Möchten Sie vermeiden, dass der Schaden im Falle einer Unterversicherung nur anteilig von der Versicherung beglichen wird, dann achten Sie darauf, dass im Vertrag eine Klausel zum Unterversicherungsverzicht eingeschlossen ist. Ein Unterversicherungsverzicht bedeutet, dass der Versicherer im Schadensfall darauf verzichtet, zu überprüfen, ob eine Unterversicherung vorliegt. Sie können dann mit einer Schadensregulierung in Höhe der abgeschlossenen Versicherungssumme rechnen.

Veränderungen am Gebäude anzeigen

Werden während der Vertragslaufzeit Veränderungen am Gebäude vorgenommen und erhöhen diese den Wert des Gebäudes, dann müssen Sie dies der Versicherung mitteilen. Sie müssen bei baulichen Maßnahmen Ihrer Anzeigepflicht nachkommen, damit der Unterversicherungsverzicht auch weiterhin gewährleistet werden kann. Wenn Sie diese Anzeigepflicht versäumen, übernimmt der Versicherer die Kosten im Schadensfall möglicherweise nur anteilig. Wichtig ist zudem, dass Sie gegenüber der Versicherungsgesellschaft wahrheitsgemäße Angaben über Ihr Gebäude machen. Bei grober Fahrlässigkeit oder vorsätzlicher Täuschung kann die Klausel über den Unterversicherungsverzicht außer Kraft gesetzt werden. Neben dem Wert 1914 gibt es noch weitere Berechnungsarten zur Ermittlung der Versicherungssumme im Rahmen der Gebäudeversicherung. Gehen Sie bei jeder Berechnungsart so sorgfältig wie möglich vor, um die Gefahr einer Unterversicherung zu vermeiden und im Schadensfall eine angemessene Leistung zu erhalten.

Gebäudeversicherung Unterversicherung

Bei einer Sachversicherung wie der Gebäudeversicherung sollte darauf geachtet werden, dass die Versicherungssumme den tatsächlichen Wert des Risikos abdeckt. Wurde die Versicherungssumme zu hoch gewählt, spricht man von einer Überversicherung. Ist die Versicherungssumme zu niedrig angesetzt, handelt es sich um eine Unterversicherung und die Versicherungsgesellschaft kommt für den Schaden möglicherweise nur anteilig auf.

Gebäudeversicherung – Unterversicherung vermeiden

Wenn Sie eine Gebäudeversicherung abschließen, sollten Sie darauf achten, dass die Versicherungssumme angemessen ist. Viele Wohneigentümer können nur schlecht abschätzen, welchen Wert das Gebäude tatsächlich hat. Aus diesem Grund ist es wichtig, einen Sachverständigen hinzuzuziehen. Sie können selbst einen Gutachter mit der Schätzung des Gebäudes beauftragen oder die Versicherungsgesellschaft bitten, einen Sachverständigen zu schicken. Ist ein Gutachten durch einen Sachverständigen nicht möglich, sollten Sie den Fragebogen zu Ihrem Gebäude möglichst gewissenhaft ausfüllen. Liegt der Wert Ihres Gebäudes über der Versicherungssumme, dann hat der Versicherer das Recht, den Schaden nur anteilig zu begleichen. Wenn der Wert des Gebäudes beispielsweise bei 400.000 Euro liegt und Sie eine Versicherungssumme von 200.000 Euro angegeben haben, dann werden auch nur 50 % des Schadens übernommen. Sie sollten beachten, dass eine Wohngebäudeversicherung nur Schäden am Gebäude selbst übernimmt. Für Möbel, Elektrogeräte und andere Gegenstände, die Sie in Ihrem Zuhause nutzen, kommt die Hausratversicherung auf.

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