GKV Kostenerstattungsprinzip – Trotz GKV, Behandlung wie ein Privatpatient

Kostenerstattungsprinzip

Kostenerstattungsprinzip GKV – „Kasse und dennoch privat“

Sind Sie auch Mitglied in einer gesetzlichen Krankenkasse und fühlen sich dabei gegenüber Privatpatienten benachteiligt? Dann haben Sie jetzt die Möglichkeit sich als gesetzlich Versicherter ähnlich gut wie privat behandeln zu lassen. Der Gesetzgeber gibt allen in der GKV versicherten Patienten die Möglichkeit, das Kostenerstattungsprinzip frei zu wählen. So können Sie wie Privatpatienten auch direkt mit dem Arzt abrechnen.

Um das Kostenerstattungsprinzip zu ändern, muss lediglich die gesetzliche Krankenversicherung informiert werden. Dabei können Sie frei entscheiden, ob dies nur für ambulante, stationäre, Zahnbehandlungen oder veranlasste Leistungen wie Medikamente, Hilfsmittel und ambulante Operationen oder für alle Bereiche gelten soll. Wenn Sie das Kostenerstattungsprinzip ändern, dann gilt dies für mindestens ein Quartal.

Einschränkungen bei Erstattungen der GKV

Im Vergleich zum „echten“ Privatpatienten gelten auch bei einem geänderten Kostenerstattungsprinzip einige Einschränkungen. So werden durch die GKV auch weiterhin nur Behandlungen durch einen Arzt mit Kassenzulassung erstattet. Eine Ausnahme gilt nur dann, wenn die GKV einer anderweitigen Behandlung zugestimmt hat und diese als medizinisch und sozial gerechtfertigt betrachtet. Behandlungen bei einem Heilpraktiker sind jedoch generell ausgeschlossen. Zudem dürfen die Kosten die eines GKV-Versicherten nicht übersteigen, wobei fünf Prozent für die Verwaltungskosten abgezogen werden können. Ebenfalls nicht durch die GKV erstattet werden Medikamente die auf der sogenannten „schwarzen Liste“ stehen und auf einem grünen Rezept verschrieben werden.

Für Kosten, welche durch die gesetzliche Krankenversicherung nicht übernommen werden, bietet sich der Abschluss einer privaten Zusatzversicherung an. Dadurch erhalten Sie eine Kostenerstattung von bis zu 100 Prozent und können Leistungen in Anspruch nehmen, die denen eines Privatpatienten gleichgestellt sind. Beachten Sie jedoch, dass es je nach Versicherung zu Wartezeiten zwischen drei und acht Monaten kommt. Sie sollten das Kostenerstattungsprinzip deshalb erst nach Ablauf der Wartezeiten ändern.

In welchen Bereichen lohnt sich eine Änderung des Kostenerstattungsprinzip?

Bei ambulanten Behandlungen bietet das geänderte Kostenerstattungsprinzip in jedem Falle Vorteile. Sie werden so direkt zum Privatpatienten. Sie entgehen auf diese Weise dem Regelleistungsvolumen und es wird auch keine Wirtschaftlichkeitsprüfung durchgeführt. Die Abrechnung des Arztes erfolgt jedoch weiterhin nach der Gebührenordnung für Ärzte. Auch für den veranlassten Bereich wie ambulante Operationen, Medikamente sowie Heil- und Hilfsmittel ist eine Änderung des Kostenerstattungsprinzips durchaus sinnvoll. Bei stationären Behandlungen ergibt das Kostenerstattungsprinzip dagegen nur wenig Sinn, da auch nach einer Änderung nur die allgemeinen Krankenhausleistungen in Anspruch genommen werden können. Wünschen Sie höherwertige Leistungen wie eine Unterbringung im Einzel- oder Zweibettzimmer oder eine Behandlung durch den Chefarzt, sollten Sie besser eine stationäre Zusatzversicherung abschließen. Auch im Bereich Zahn bringt Ihnen eine Änderung des Kostenerstattungsprinzips nur wenig, da die GKV im Bereich Zahnersatz ohnehin nur einen festen Zuschuss gewährt und die meisten Leistungen deshalb privat abgerechnet werden. Auch hier ist es besser, für die Restkosten eine private Zahnzusatzversicherung abzuschließen.

Wie funktioniert die Kostenerstattung?

Zunächst wählen Sie die Privatbehandlung und zeigen diese schriftlich bei Ihrer gesetzlichen Krankenkasse an. Anschließend können Sie sich in der gewählten Praxis als Privatpatient anmelden. Ihre Chipkarte brauchen Sie dabei nicht vorzuzeigen. Sie erhalten daraufhin eine Behandlung nach Ihrem Bedarf und falls erforderlich werden auch Privatrezepte ausgestellt. Der Arzt erstellt daraufhin eine Rechnung nach den Sätzen der Gebührenordnung für Ärzte. Bei einem kleineren Rechnungsbetrag zahlen Sie diese sofort, höhere Rechnungen werden dagegen zuerst bei der GKV eingereicht. Nach erfolgter Prüfung durch die Krankenkasse erhalten Sie die erstattungsfähigen Kosten durch die Krankenkasse überwiesen. Anschließend reichen Sie die Vorleistungsbestätigung der gesetzlichen Krankenkasse an die Zusatzversicherung weiter. Diese erstattet die Restkosten bis zu 100 Prozent je nach vereinbartem Tarif. Vom Prinzip her handelt es sich hier um das gleiche System wie bei Beamten, die einen Teil der Behandlungskosten von der Beihilfe und den Rest durch die private Krankenversicherung erhalten.

Der Beginn der Zusatzversicherung sollte so gewählt werden, dass mit dem Quartalsbeginn der Änderung die vollen Leistungen erbracht werden. Wird die private Zusatzversicherung also zum 01.01. eines Jahres abgeschlossen werden, sollte bei einer dreimonatigen Wartezeit das Kostenerstattungsprinzip zum 01.04. geändert werden.

Kostenerstattung bei der GKV beantragen

Bei den meisten gesetzlichen Krankenversicherungen muss das Kostenerstattungsprinzip schriftlich geändert werden. In einigen Fällen ist es wie bei der Techniker Krankenkasse (TK) auch direkt online möglich.

Wie funktioniert die Antragstellung für Kostenerstattung bei einer gesetzlichen Krankenkasse / GKV

Am Beispiel der Techniker Krankenkasse (TK) finden Sie unter diesem Link weitere nützliche Informationen über das Kostenerstattungsprinzip und seine Funktionsweise.

Ihnen gefällt das Angebot der TK? Sie sind jedoch noch nicht bei der TK versichert? Dann haben Sie jetzt die Möglichkeit über unseren Vergleichsrechner GKV die TK mit anderen gesetzlichen Krankenkassen zu vergleichen und zu beantragen.

Für welche Lebenssituationen und Zielgruppen eignet sich die Kostenerstattung?

In jedem Fall lohnenswert ist die Kostenerstattung für Kinder. Diese können eine ambulante Zusatzversicherung zu besonders günstigen Konditionen erhalten.

Paare, bei denen ein Partner privat und der andere gesetzlich versichert ist, können auf diese Weise einen gleichwertigen optimalen Gesundheitsschutz erhalten. Auch Angestellte mit einem hohen Einkommen, die in absehbarer Zeit die Jahresarbeitsentgeltgrenze überschreiten, können sich so schon im Vorfeld wie ein Privatpatient behandeln lassen. Wer freiwillig in der GKV versichert und bezüglich einer privaten Krankenversicherung noch unsicher ist, kann auf diese Weise schon einmal die Vorteile der PKV testen.

Nach unserem Wissen bieten momentan folgende Gesellschaften
Spezialtarife für das Kostenerstattungsprinzip an:

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